
Ich hatte nie Berührungsängste mit dem Thema Tod – schon als Kind nicht. Meine erste «Sterbebegleitung» war mein Hamster Willibaldius Raffzahn. Auf meine eigene, kindliche Art habe ich ihn begleitet und Abschied genommen.
Ein prägendes Erlebnis war der Suizid meines Cousins und meines Onkels. Die Abschiedsfeier empfand ich als schrecklich – leer, schwer, ohne Raum für das, was wirklich da war. In diesem Moment wurde mir klar: Das muss auch anders gehen. So wurde ich zum Schlusslicht.
Seither begleite ich Menschen beim Sterben, beim Abschiednehmen und in der Trauer. In meiner Arbeit ist mir immer wieder aufgefallen, dass Kinder aus vermeintlichem Schutz ausgeschlossen werden. Auch hier wusste ich schnell: Das möchte ich anders machen.
Für mich ist es elementar, Kinder und Jugendliche miteinzubeziehen, ihnen und ihren Gefühlen Raum zu geben und sie ernst zu nehmen. Als ausgebildete Kinder- und Jugendtrauerbegleiterin arbeite ich mit einem grossen Regenschirm, den ich schützend über die Kinder halte, die gerade im Regen stehen – und mit einem Koffer, in dem sich nebst einem «Regenbogen to go» auch eine Wutkanone, ganz viel Glitzer und eine Clownnase verstecken. Denn Trauer darf alles sein – schwer und leicht zugleich.
Heute begleite ich Familien dabei, ihren eigenen Weg im Umgang mit Verlust zu finden – ehrlich, lebendig und mit ganz viel Herz und Kreativität.
Regionen
Solothurn, Aargau
Sprachen
Deutsch, English































