
Ich bin Moni Bitzi – ich bin Tochter, kleine Schwester, grosse Schwester, Freundin, Weggefährtin, Arbeitskollegin, Nachbarin und seit 39 Wochen vor meiner Geburt im Winter 1982, Erdenbewohnerin.
In meinem Leben, der Arbeit als Trauerbegleiterin, Maskenbildnerin und in meinem Arbeitsalltag als Pflegefachfrau im Kinderspital und in der Kinder-Spitex begegnen mir der Verlust der Gesundheit, der Abschied einer bestimmten Vorstellung, wie etwas sein hätte können, der seelische und körperliche Schmerz, die limitierte Lebenserwartung, das Erleben der Einschränkungen für jedes einzelne Mitglied eines (Familien-)Systems, der Tod, das Abschiednehmen und in Liebe eine Hand loslassen, das Kennenlernen & Abschiednehmen (welche nah beisammen liegen können), das Leben, das Lachen, die Lebensenergie und die Kraft jedes Einzelnen. Ich sehe das Trauern als eine angeborene Fähigkeit. Eine Fähigkeit, für das Überleben und das Anpassen an eine «andere» Realität.
Trauern zu können, ist beides: Bewältigung und Ausdruck des Verlustes zugleich. Jeder trauert anders. So, wie jeder Mensch einzigartig ist, ist auch jeder Trauerweg einzigartig. Diesen einzigartig-individuellen Weg zu begleiten, darin sehe ich meine Aufgabe als Trauerbegleiterin. Begleiten bedeutet für mich, dir den Raum und die Möglichkeit zu eröffnen, deiner Trauer in allen Facetten begegnen zu dürfen und mit dir zusammen deine eigenen Ausdrucksformen dafür zu finden. Dabei vertraue ich auf unsere Grundgefühle. Dazu gehören unter anderen die Traurigkeit und die Freude.
Auch in meinem Leben hat die Trauer ihre unterschiedlichsten Gesichter gezeigt: Trauer über den Verlust, die Trennung oder den Abschied von Menschen, Tieren, Orten und Lebensabschnitten. Trauer auch auf dem Weg hin zu Erkenntnis und Akzeptanz bezüglich unerfüllter Wünsche, Träume und nicht verwirklichter oder nicht realisierbarer Lebenspläne.
Ich begleite euch als Familie und dich als Kind, als Jugendliche/r, als Erwachsene/r, als Menschen, für welchen das Leben nach einem einschneidenden Ereignis «anders gut» werden darf.
Es geht nicht darum, darüber hinweg zu kommen. Es geht darum, zu lernen, damit weiter zu leben – als Familie gut weiterleben.


























